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Ist eine Hundeversicherung für mich Pflicht?

 

Ist eine Hundeversicherung Pflicht? Oder kann ich selbst entscheiden, ob ich für meinen Hund eine Versicherung abschließen möchte? Einige Hundehalter sind tatsächlich verpflichtet eine Haftpflichtversicherung für den Hund abzuschließen. Welche Hundehalter diese Pflicht haben hängt vom Bundesland ab. Eine Hundekrankenversicherung ist für keinen Hundebesitzer Pflicht.

Hundeversicherung: Pflicht abhängig von Hund und Wohnort

Als Besitzer ist man zum einen für die Gesundheit des Hundes verantwortlich, aber auch für alle Schäden die durch den Hund entstehen ist man verantwortlich. Hier macht es auch keinen Unterschied ob der Schaden aus eigener Schuld entstanden ist oder nicht, man ist immer für den eigenen Hund verantwortlich. Ob eine Hundeversicherung Pflicht ist hängt von mehrere Faktoren ab. Von der Art der Versicherung und vom Bundesland, in dem der Hund sich aufhält. Die Regelungen sind in allen Bundesländern unterschiedlich und bevor man ein anderes Bundesland besucht sollte man sich immer über die örtlichen Bestimmungen informieren. Auch wenn man nur zu Besuch ist und keinen Wohnsitz im entsprechenden Bundesland hat, dieselben Regeln gelten auch für den Aufenthalt im Bundesland. Generell ist eine Hundekrankenversicherung nie Pflicht, und die Hundehaftpflicht ist entweder für alle Hunde Pflicht oder hängt von verschiedenen Eigenschaften des Hundes ab, wie zum Beispiel Rasse, Größe oder dem Verhalten.

Hundehaftpflicht Pflicht für Einige, Sinnvoll für Alle

Die Pflicht zur Hundehaftpflicht wurde in 2007 zuerst in Hamburg eingeführt, dies geschah als Reaktion auf eine tödlichen Hundeattacke auf ein Kind. Daraufhin wurde die Gesetzgebung geändert und eine Hundehaftpflichtversicherung ist für alle Hundebesitzer in Hamburg Pflicht. Über die Hundehaftplfichtversicherungspflicht wird auf Landesebene entschieden und so ist die Regelung in jedem Land unterschiedlich. Den genauen Wortlaut kann man in der entsprechenden Hundeverordnung oder dem Hundegesetz des Bundeslandes nachlesen. In einigen Bundesländern herrscht die Versicherungspflicht für alle Hundebesitzer, während in anderen Bundesländern nur gewisse Hunderassen unter die Versicherungspflicht falle. In wiederum anderen Bundesländern ist die Versicherungspflicht abhängig von der Größe des Hundes, oder davon ob der Hund in der Vergangenheit bereits auffällig geworden ist durch aggressives Verhalten.
Auch für Hundebesitzer, für die eine Hundehaftpflichtversicherung keine Pflicht ist, ist sie trotzdem häufig sinnvoll. Man ist damit abgesichert gegen Schäden die durch den Hund verursacht werden, man haftet nämlich mit seinem Besitz und seinem Vermögen für Hundeschäden. Vor allem wenn ein anderer Mensch zu Schaden kommt, kann es teuer werden. Da man eine Hundehaftpflichtversicherung bereits für wenige Euro im Monat abschließen kann, sollte jeder Hundebesitzer eine Haftpflichtversicherung für den vierbeinigen Begleiter abschließen. Die verschiedenen Regelungen der einzelnen Bundesländer gelten nicht nur für die, Einwohner und deren Hunde, sondern auch für Hundebesitzer die zu Besuch sind. Wenn es also möglich ist, dass Sie in der Zukunft ein Bundesland besuchen, in dem die Hundehaftpflicht Pflicht für Sie gilt, dann sollten Sie auf jeden Fall so eine Versicherung abschließen. Wird man ohne eine Hundehaftpflichtversicherung erwischt, kann es ein Bußgeld von bis zu 10.000€ geben. Da es Hundehaftpflichtversicherungen ab 40€ im Jahr gibt sollte jeder Hundebesitzer eine Haftpflichtversicherung für das eigene Tier abschließen.

Lesen Sie mehr zu den Regelungen der einzelnen Bundesländer über die Hundehaftpflicht Pflicht.

Hundekrankenversicherung freiwillig aber vernünftig

Für die Hundekrankenversicherung gibt es keine Pflicht und es liegt im Ermessen des Hundebesitzers, ob diese Art von Versicherung abgeschlossen wird. Viele Hundehalter entscheiden sich für eine Hundekrankenversicherung. Hierdurch ist man im Ernstfall abgesichert und kann sich sicher sein, dass der Hund immer gut versorgt ist. Die regelmäßigen Tierarztkosten für zum Beispiel Impfungen oder Entwurmungen können gut aus der Haushaltskasse gezahlt werden und sind günstiger, als extra eine Hundekrankenversicherung abzuschließen. So eine Versicherung dient eigentlich dem Zweck, sich gegen unerwartete Kosten zu schützen. Der Hund wird krank oder hat einen Unfall und benötigt eine Behandlung oder  sogar eine Operation. Überweisungen zum Spezialisten, Narkose und Nachsorge können schnell teuer werden. Ist man selbst nicht in der Lage dies zu bezahlen, sollte man auf jeden Fall eine Tierkrankenversicherung abschließen.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst