Tinki

Hunde Kastration oder Sterilisation?

   14 June 2016

Was sind die Unterschiede zwischen einer Hunde Kastration und einer Hunde Sterilisation? In diesem Beitrag finden sie alle nötigen Informationen um diese Frage beantworten zu können.

Hund KastrierenEine Kastration beim Hunde ist ein Eingriff bei dem meist die Hoden/Gebärmutter entfernt wird, der Hund wird somit unfruchtbar. Bei einer Sterilisation wird der Hund auch unfruchtbar, allerdings ohne Hoden/Gebärmutter zu entfernen. Soviel zum allgemeinen Wissen. Was aber passiert genau bei einer Kastrierung/Sterilisierung und warum sollte man seinen Hund überhaupt kastrieren/sterilisieren lassen? Genauso interessant ist es was eigentlich die Folgen einer Kastration sind und wie sich diese auf den Hund auswirkt. Letztlich sollte man auch über die Kosten dieser Operation Bescheid wissen. Für all diese Punkte werden Sie im Folgenden nun Erklärungen finden die Hunde Kastration näher beleuchten.

  1. Was passiert bei einer Hunde Kastration oder einer Hunde Sterilisation?
  2. Warum sollte ich meinen Hund kastrieren?
  3. Was passiert nach einer Kastration?
  4. Fazit und Ausblick

Was passiert bei einer Hunde Kastration oder einer Hunde Sterilisation?

Bei einer Hunde Kastration werden beim Rüden die Hoden vollständig im Rahmen eines operativen Eingriffs entfernt.  Bei einer Rüdin würden in diesem Fall die Eierstöcke entfernt werden, manchmal auch gleich die Gebärmutter dazu. Eine Kastration macht ihren Hund daher in jedem Fall und unwiederbringlich unfruchtbar. Da bei diesen beiden Eingriffen auch die Keimdrüsen entfernt werden, ändert sich auch zwangsläufig das Verhalten ihres Hundes, aber dazu später mehr. Die etwas leichtere Variante einer Kastration wäre die Hunde Sterilisation. Bei dieser wird ihr Hund nur unfruchtbar gemacht, allerdings ohne Einfluss auf das sonstige Verhalten. Bei einer Kastration werden wie bereits gesagt die Hoden oder Eierstöcke operativ entfernt. Dafür werden sowohl Rüden als auch Hündinnen unter Vollnarkose gesetzt, geschoren und desinfiziert und dann auf den Rücken gelegt.

  • Bei Kastration bei Rüden: Beim der Kastration eines Rüden werden nachdem die Grundlegenden Schritte erfüllt wurden also Narkose, Rasur und desinfizieren nun der Hodensack freigelegt. Dann wird ein Hoden erst langsam vorne an den Hodensack geschoben. Die Haut wird dort nun aufgeschnitten und der Hoden mit dem Samenstrang freigelegt. Nach dem abbinden des Samenstrangs wird der erste Hoden dann entfernt. Durch denselben Schnitt wird auf exakt dieselbe Weise nun der andere Hoden entfernt. Danach wird die Wunde wieder verschlossen und die Operation ist beendet.
  • Kastration bei einer Hündin: Bei einer Hündin funktioniert die Kastration anatomisch bedingt ein wenig anders. Nach den Grundschritten wird vorsichtig der Bauch aufgeschnitten. Dann wird die Gebärmutter samt Eierstöcken vorgelagert. Nach dem abbinden können die Eierstöcke nun entfernt und die Gebärmutter an ihren vorherigen Platz zurück gebracht werden. Daraufhin wird die Wunde in mehreren Schritten wieder verschlossen.

Hier konnten Sie nun in der Theorie und ganz grob nachlesen wie eine Kastration genau funktioniert. Es gibt neben der regulären Kastration auch eine minimalinvasive Form bei der weniger operiert werden muss, informieren Sie sich am besten bei ihrem Tierarzt über solche Möglichkeiten. Sollten Sie weiterhin Interesse haben und etwas mehr Information wollen, so können Sie sich folgendes Video einmal anschauen was den Sachverhalt noch einmal viel bildlicher und genauer darstellt. Wir empfehlen allerdings jedem der einen leichten Magen hat oder Operationen und medizinische Eingriffe nicht sehen kann, dieses Video nun zu überspringen: Video ansehen.

Im Gegenzug dazu steht die Sterilisation ihres Hundes. Bei dieser Operation wird nur wie bereits erwähnt die Fruchtbarkeit ihres Hundes beeinflusst, allerdings nicht sein Sexualverhalten. Bei Rüden wir in diesem Fall der Samenstrang verschlossen während man bei Hündinnen die Eileiter verschließt. Diese Operationen sind deutlich weniger Umfangreich und beeinflussen deshalb auch nicht das Sexualverhalten. Wenn Sie sich die genaue Durchführung einer Sterilisation einmal anschauen wollen, können Sie folgendes Video anschauen. Bedenken Sie allerdings, das sollten Sie einen schwachen Magen oder Probleme mit Operationen/Blut haben, dann empfehlen wir ihnen an dieser Stelle das Video zu überspringen.

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Warum sollte ich meinen Hund kastrieren oder sterilisieren?

Die Frage ihren Hund kastrieren zu lassen kann sich aus verschiedenen Gründen stellen. Zum einen möchten Sie vielleicht verhindern das wahlweise ihr Rüde zum Hunde Vater wird oder zum andere ihre Hündin frischgebackene Welpen Mutter. Sie sollten es wenn Sie keine Welpen wollen und sich dieser Aufgabe nicht zu 100% widmen können, auch vermeiden dass ihre Hündin trächtig wird. Welpen bedeuten sehr viel Arbeit und wenn Sie diese nicht selber bedeuten, sollte es in ihrem besten Interesse liegen, dass diese ein schönes zuhause bekommen.  Daher kann es eine gute Idee sein ihren Hund kastrieren zu lassen um genau diese Problematik ausschließen zu können. Eine Kastration beendet daher frühzeitig jede Chance auf Nachwuchs, was allerdings von den meisten Personen nicht unbedingt als Negativ angesehen wird. Auf der anderen Seite aber werden Hunde auch kastriert um ihr Verhalten zu ändern. Dabei muss allerdings hier an diesem Punkt klar gesagt werden, das Verhalten ihres Hundes ändert sich nicht komplett. Viel mehr ändert sich bei einer Kastration nur das sexuelle Verhalten und damit zusammenhängende Verhaltensmuster. Ihr Hund wird also wenn er vorher erziehungsbedingt aggressiv war dieses Verhaltensmuster auch weiter beibehalten. Allerdings wird er keine sexuellen Verhaltensweisen mehr zeigen. Dies bedeutet etwa, dass wenn außerhalb ihres Gartens eine läufige Hündin ist, wird ihr Hund nicht versuchen aus dem Garten auszubrechen um zu dieser zu gelangen. Diese Verhaltensweisen werden sich in jedem Fall ändern, ihr Hund wird also etwas ruhiger werden.  Bedenken Sie aber bei beiden möglichen Gründen, eine Kastration ist immer ein operativer Eingriff der mit Risiken Verbunden ist. Auf der anderen Seite berichten viele Hundebesitzer dass ihr Hund nach dem Eingriff an Gewicht zugenommen hat. Wenn Sie sich also insbesondere vor den Verhaltensänderungen ihres Hundes sorgen und ihr Hauptaugenmerk mehr auf der Zeugungsunfähigkeit liegt, dann sollten Sie die Sterilisation bevorzugen.

  • Vorteile einer Hunde Kastration: Eine Rüde kann keine Hündinnen mehr decken und Hündinnen können nicht mehr Trächtig werden. Außerdem keine sexuell motivierten Verhaltensweisen mehr.
  • Nachteile einer Hunde Kastration: Operation mit entsprechenden Risiken und eine gewisse Zeit bis sich ihr Hund erholt hat. Außerdem ein Eingriff in den Hormonhaushalt ihres Tieres der dessen Gewicht und Verhalten auch negativ beeinflussen kann.

Was passiert nach einer Kastration oder Sterilisation?

sterilisation hündinNach einer Hunde Kastration haben Sie unweigerlich einen Eingriff in den Hormonhaushalt ihres Hundes genommen. Dementsprechend wird sich wie Sie bereits vorher gelesen haben, auch einiges bei ihm ändern. Als aller erstes wird sich wie bereits genannt das Verhalten ihres Hundes ändern. Er wird nicht weiter hinter läufigen Hündinnen her sein. Auch aggressives Verhalten in diesem Kontext zu anderen Artgenossen wird sich drastisch reduzieren. Sie können daher wenn Sie vorher besonders mit diesen Verhaltensweisen Probleme hatten, nun eine deutliche Besserung erwarten. Auf der anderen und eher negativen Seite, wird ihr Hund wahrscheinlich an Gewicht zulegen. Wenn Sie seine Ernährung nun nicht an den durch den gestörten Hormonhaushalt geringeren Bedarf anpassen, wird dieser unweigerlich zunehmen. Sie sehen also dass eine Kastration neben dem reinen Eingriff, eine ernste Folge und einige Konsequenzen für das weitere Leben ihres Hundes hat. Informieren Sie sich daher bitte bevor Sie solch einen Eingriff an ihrem Hund vornehmen lassen wollen, sehr gut bei ihrem Tierarzt. Dieser kann ihnen eine viel bessere Beratung geben ob und inwieweit eine Kastration sinnvoll ist.

Bei einer Sterilisation haben Sie am Ende nur mit den Auswirkungen der Operation selber zu kämpfen, dies bedeutet ihr Hund wird einige Tage etwas schlapper sein. Außerdem wird ihr Hund nicht mehr Zeugungsfähig sein, was wenn man bedenkt das dies das eigentliche Ziel der Operation ist eigentlich erwünscht ist. Ihr Hund wird auch sein sexualverhalten nach einer Sterilisation behalten, was bedeutet, er wird weiter versuchen mit anderen Hunden Sex zu haben.

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Fazit und Ausblick

Zusammenfassend kann man sagen, eine Kastration wie auch eine Sterilisierung ein ernster Eingriff in das Leben ihres Hundes ist. Auf der einen Seite kann es viele Vorteile haben diesen zu kastrieren/sterilisieren einfach um die Gefahr einer ungewollten Deckung zu vermeiden und auf der anderen um sexuell motiviertes aggressives Verhalten zu vermeiden. Für welchen Eingriff Sie sich am Ende entscheiden, sollte einmal von den Zielen abhängen, auf der anderen Seite auch vom Rat ihres Tierarztes. Es gibt weiterhin seit kurzem die Möglichkeit ihren Hund auch mithilfe eines implantierten Chips mithilfe von Hormonen zeitweise zu kastrieren. Insbesondere wenn Sie testen möchten ob sich das Hundeverhalten dadurch ändert, kann dieser Eingriff eine lohnenswerte Idee sein. Sprechen Sie auch darüber am besten beim Beratungsgespräch mit ihrem Tierarzt. Dieser kann ihnen auch etwa helfen wenn es um Kosten für den eingriff geht, oder sie schauen in die Gebührenordnung für Tierärzte. Manche Hundeversicherungen bezuschussen sie sogar bei den entstehenden Kosten.